Unser Bild vom Kind

Kinder gestalten ihre Entwicklung und ihre Bildung von Geburt an aktiv mit. Jedes Kind entdeckt, erforscht und gestaltet seine Umwelt auf seine ganz spezifische Weise. Der frühkindliche Lerncharakter des Kindes ist geprägt durch die kindliche Neugier, sein Interesse und seine Begeisterungsfähigkeit. Freiwillig und aus eigenem Antrieb will das Kind den Dingen auf den Grund gehen und sich auf selbst gestellte Aufgaben konzentrieren.

 

Unser Verständnis von Erziehung, Bildung und Betreuung

Wir unterstützen und ergänzen Eltern in der Erziehung ihres Kindes und sind BegleiterInnen des Kindes.

Wir vertrauen darauf, dass jedes Kind seinen eigenen „Bauplan“ hat. Unsere Aufgabe besteht darin, die Interessen und Bedürfnisse des Kindes, seine Stärken und Schwächen zu erkennen und sein Streben nach Autonomie zu unterstützen - nach dem Leitsatz:  „Hilf mir, es selbst zu tun“.

Sicherheit und Vertrauen sind die Grundlage dafür, dass ein Kind sich wohlfühlt. Durch eine gute Eingewöhnung,  ein  BezugsbetreuerInnensystem und konstante Gruppensituationen schaffen wir die Grundlage dafür, dass die Kinder sich bei uns geborgen fühlen. Durch einen klaren Rahmen und klaren Grenzen geben wir ihnen Halt und Sicherheit.

Wir begleiten Kinder in einer lebensprägenden Phase und sehen auch Bildung als unseren Auftrag. Wir bemühen uns deshalb, Lernfenster des Kindes zu erkennen, bereiten die Umgebung entsprechend vor und machen Angebote, die auf die Interessen und Bedürfnisse der Kinder eingehen. Unsere Bildungsangebote sind im Alltag integriert und situationsbezogen.

 

Unser Verständnis von der Rolle als pädagogische Mitarbeiterin

Wir bringen jedem Kind bedingungslose Wertschätzung entgegen und nehmen seine Äußerungen und sein Verhalten ernst. Eine feinfühlige und liebevolle Zuwendung, klare Erwartungen und Regeln sind uns wichtig.

Dabei ergänzen und unterstützen wir die Eltern in ihrer erzieherischen Verantwortung, da sie es sind, die ihr Kind am besten kennen.

Wir reflektieren unser Verhalten fortwährend in Bezug auf unsere Qualitätskriterien, das Leitbild des Trägers und bilden uns regelmäßig weiter.

Wir sind uns unserer Vorbildwirkung gegenüber den Kindern und deren Eltern bewusst. Fröhlichkeit, Optimismus und Humor sind in unserer täglichen Arbeit selbstverständlich.

 

Unser pädagogischer Ansatz

In unserer pädagogischen Arbeit orientieren wir uns vor allem an folgenden drei Konzepten:

-       Pädagogik der Vielfalt

-       Pädagogischer Ansatz von Maria Montessori

-       Pädagogischer Ansatz von Emmi Pikler

 

Pädagogik der Vielfalt

Wir Menschen sind sehr unterschiedlich – wir unterscheiden uns in Geschlecht, Sprache, Hautfarbe, Herkunft, in Begabungen und vielem mehr. In der Pädagogik der Vielfalt geht es darum Unterschiedlichkeiten zu benennen, zuzulassen und wertzuschätzen. Die Unterschiedlichkeiten, die jeder mit sich bringt – Kinder, Eltern, Pädagoginnen – werden als Ressourcen gesehen und genutzt.

Kinder sollen in ihrer Einzigartigkeit gesehen und geliebt werden, sie sollen aber schon früh erleben, wie ein rücksichtsvolles, konstruktives  Miteinander in einer Gemeinschaft aussehen kann und später diese Idee von Gemeinschaft weiter tragen und leben.

 

Pädagogischer Ansatz von Maria Montessori

Im pädagogischen Ansatz von Maria Montessori haben wir für uns  viele wertvolle Leitgedanken gefunden. Unter anderem den achtsame Umgang mit dem Kind sowie den Respekt für und das Vertrauen in seinen inneren „Bauplan“ und seine Entwicklung. Mit ihrem Leitsatz „Hilf mir es selbst zu tun“ betont Montessori den Stellenwert der vorbereiteten Umgebung, in der das Kind das vorfindet, was es für seine Entwicklung braucht und dadurch die Möglichkeit hat, autonom und selbständig, aber gleichzeitig auch in einem klaren Rahmen seine eigene Entwicklung voranzubringen.

 

Pädagogischer Ansatz von Emmi Pikler

Der Kern von Emmi Piklers Pädagogik besteht darin, die Würde und Kompetenz des Kindes, seine Eigeninitiative und -aktivität von Geburt an zu respektieren. Die Säulen ihrer Pädagogik sind die beziehungsvolle Pflege, die freie Bewegungsentwicklung und die Ermöglichung des freien Spiels.